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Der lange Weg

Weit sind die Wege des Lebens
Geboren als bewusstseinsloses Fleisch tritt jeder ins Leben
Geformt von der Welt und dem Hause der Heimat

Vorherrschaft und Kampf waren nie mein Steckenpferd
Versunken im Ich der Vergangenheit lebe ich meine Tage
Fern des Mensch seins, verbunden mit Natur und Universum

In seiner Jugend wächst der Mensch heran
das eigene Bewusstsein findet seinen Weg an die Oberfläche
Geister entstehen, selbstherrlich und unbewusst, still und sehend

Jene, die in der Dunkelheit wandern, werden nie das Licht sehen
so wandele auch ich durch tiefe Täler, die kein Sonnenschein zu erhellen vermag
Doch stets stand ich im Licht meiner selbst, jene zu erleuchten, die das Licht nicht fühlen

Weswegen leben Menschen im Schatten ihrer Eitelkeit?
Sie hassen jene, die in der Liebe leben und von Harmonie sprechen
Zu groß ist ihre Angst vor sich selbst und was sie versäumen könnten

Jenen die helfende Hand zu reichen, die nie es mir vergelten können
und jenen - stets die Dunkelheit nur Sehende - das Licht zu zeigen
ist mir eine Freude

Tugend ist Selbstlosigkeit am Mitmenschen
Nicht das Schöne, was uns selbst zu Teil wird macht uns glücklich
Von Glück erfüllt ist jener, der anderen Menschen Glück verschafft

Wie anders könnte dieses sein, wenn nicht der geliebte Mensch?
Liebe, geboren aus Sicherheit, Vertrauen, Nähe und Ehrlichkeit
Verbunden mit der Gabe sein Selbst in den Dienst des Anderen zu stellen

Wer also liebt oder sit wahrhaft je geliebt worden?
Der Mensch sucht die wahre Liebe, zum Partner Freund und Menschen
Doch wo vermag er sie zu finden, wenn nicht in sich selbst?

(c) 2008 Gerrit