Fragen an adira
![]() | Muß ich perfekt sein, um auch eine Sklavin werden zu können? |
Ich bin eine gewöhnliche Frau mit all ihren Macken und Fehlern, keine wer weiß wie lobenswerte Sklavin, sondern auch ich habe meine Schattenseiten.
![]() | Wie gehst du damit um, 24/7 zu leben? |
Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! So ist auch eine 24/7 Beziehung oder eine Versklaung zu einem Herrn zu sehen. Es wird vieles im Laufe der Zeit ruhiger und entspannter. Ob es nun daran liegt, dass man tatsächlich "lauer" wird oder man sich einfach an die Dinge gewöhnt, vermag ich nicht zu sagen - wahrscheinlich irgend etwas dazwischen - aber heute lebe ich längst nicht mehr in der Welt, wo ich Angst habe, meinem Herrn gut genug zu sein oder ob ich wirklich genug Stärke besitze, um meinem Herrn zu genügen und auch all seine Bedingungen auszuhalten. Ich weiss einfach, was ich ihm wert bin und dass er mich liebt mit all meinen Stärken und Schwächen.
![]() | Kannst du für alle Sklavinnen sprechen? |
Ich kann jetzt natürlich ausschließlich von mir und meinem Herrn sprechen. Ob es anderen Sklavinnen so geht wie mir oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Über andere kannst du dir ein eigenes Bild machen - auch das habe ich für mich getan.
![]() | Mit welchen Augen hast du deinen Herren vor deiner Versklavung gesehen? |
Anfangs stand mein Herr sowas von weit oben, dass ich mich gar nicht für gut genug hielt, überhaupt seine Sklavin sein zu dürfen. Bevor ich mich ihm unterworfen hatte, begegneten wir uns auch auf einer ganz anderen Ebene, nämlich einer freundschaftlichen. Wir unterhielten uns sehr ausgiebig über Dinge aus dem D/s-Leben und konnten unsere Standpunkte neutral und mehr oder weniger ohne Rücksicht auf den anderen erzählen. So spürte ich dann auch sehr schnell, dass mein Herr in vielen Dingen die freiwillig Hingabe sehr schätzt. Die Größe einer Frau eben auch sehr bewundert, diese ihre Stärke liebt und eine Sklavin, die sich ihm hingibt als einen großen und wertvollen Schatz ansieht. Und wer möchte denn nicht wertvoll sein und so geschätzt werden?
![]() | Wie konntest du deinen Herren für dich gewinnen? |
Mein Kopfkino ging los und ich stellte mir vor, ich wäre seine Sklavin - wie toll wäre es, ihm zu gehören... Doch ich ging davon aus, dass er sich nach einer besonderen Frau sehnte, einer starken Frau - vielleicht einer perfekten Frau? Aber nicht, dass er an mir interessiert sein könnte. Wahrscheinlich wuchs sein Interesse auch erst im Laufe der Zeit, in der wir viel redeten, miteinadner telefonierten, uns Emails schrieben oder chatteten: indem er halt mehr über mich erfuhr. Als ich dann sein Interesse spürte, wurde ich plötzlich unheimlich stark. Was? - dieser Menn sieht mich an, schaut auf mich, denkt darüber nach, mich als seine Sklavin zu haben? Mich also auch als seinen Schatz zu besitzen, mich wertzuschätzen? Was tut man nicht alles, um dann diesen Wert auch wirklich zu bringen? Es war mein tiefster Wunsch, einem Mann so sehr zu gefallen, dass er mich besitzen möchte - und jetzt stand er da und lächelte mich an.
![]() | Worin erkanntest du, daß er die Stärke hat, dich zu führen? |
Seine Stärke, die mich überzeugte bestand zu größten Teilen in seiner Wertschätzung seiner Sklavin.
![]() | Völlige Hingabe trotz Familie, Freunde und Beruf. Wie hast du dieses bewerkstelligt? |
Dinge wie Freunde, Familie und Beruf... alles war in dem Moment kein Problem mehr, weil ich mir keine Sorgen machen musste. Ich wusste nicht, was da alles auf mich zukommen sollte, aber ich vertraute auf ihn. Ich wusste, dass er nichts völlig unmögliches und abwägiges von mir verlangen würde, denn er wollte mich als starke und glückliche Sklavin. Warum sollte ein Herr alles Unmögliche von seiner Sklavin verlangen - wozu er sicherlich das Recht hätte? Um sich oder der Sklavin zu beweisen, dass er so ein super Dom ist, der sich groß heraustut, indem er die Sklavin herunterdrückt, sie nicht nur demütigt, sondern auch ihren Halt nimmt, das Vertrauen, was sie schließlich so stark machte? Eines ist sicher: nimmst du deine Hingabe ernst, wirst du deinem Herrn gehorchen und ihm vertrauen, dass sein Weg richtig ist. Du würdest sehr wahrscheinlich auch entgegen deinem inneren Gefühl seine Befehle und Wünsche ausführen und dann erst zu spät merken, dass es verkehrt war. Hast du ihm zuvor gesagt, dass du Bedenken hast und du musst es trotzdem tun, liegt der Fehler dann bei deinem Herrn - denn er sollte wissen, was er verlangt. Ein guter Herr holt daher auch den Rat seiner Sklavin ein und hört auf ihr Gefühl und verbietet ihr vor allem nicht, ihre Gefühle zu äußern. Andererseits liegt es in deiner Verantwortung, wenn du geschwiegen hast.
Wer sich ehrlich schenkt, kann seinem Herrn nichts vormachen. Wer es trotzdem tut, wird sich selbst untreu, und das gegebene Versprechen wird wertlos.
![]() | Mußt du immer eine starke Sklavin sein? |
Sicher darf ich auch mal schwach sein und traurig - aber bei uns ist es so, dass mein Herr mich in seine Arme nimmt und mir wahnsinnig viel Kraft gibt. Was wäre denn, wenn ich wegen meiner Hingabe zu ihm ganz unten läge, ich mich verausgabt hätte und ausgepowered oder ausgeblutet wäre? Wenn ich mich aufgegeben hätte, um ihm zu gefallen? Wegen seiner Erwartung, seiner Befehle, einfach nur weil er der Herr ist und ich als Sklavin zu finktionieren habe? Wie sollte ich dann bei ihm noch Kraft bekommen, wie sollte ich mich geborgen fühlen in seinen Armen? Daher kann ich nur sagen, dass es nicht die Größe einer Sklavin ist, immer alles ohne Bedenken zu tun, nie Einwände zu machen und sich total verausgaben und darüber hinaus zu vergessen, dass man nur dann dienen kann, wenn man stark genug ist. Diese Verantwortung liegt zu einem großen Teil bei der Sklavin selbst. Eine Sklavin musß sagen, was dich bedrückt, was ihr wehtut, wovor sie Angst hat! Sie muß ihrem Herrn sagen - und zwar ganz und gar ehrlich, wo ihre Grenzen sind und was sie nicht mehr aushälst. Schwindelst sie ihn an, weil sie keine Lust hat, dann ist ihre Hingabe nicht bedingungslos. Tut sie aber ohne Sinn und Verstand alles, was von ihr verlangt wird und gibst nicht preis, dass sie das eigentlich nicht schafft, is sie nicht ehrlich und nicht stark genug, Sklavin zu sein. Es ist nicht Stärke, wenn man einfach jeden Schmerz schluckt, sondern wenn man ihn seinem Hern offenbart. Das tut oft weh, weil man sich dann so schwach fühlt, aber nichts zu sgaen ist noch feiger und schwächer. Und alles kann der Herr nicht von sich aus sehen. Er kann dich auch viel mehr fordern, wenn er sich darauf verlassen kann, dass sie ihm sagt, wenn irgend etwas nicht geht.


